Beihilfe in Berlin: Alles für Beamte, Referendare & Anwärter
Beihilfesätze 50/70/70% · Zahnersatz 60% · Keine Kostendämpfung · Wahlleistungen nein
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Die Beihilfe in Berlin erstattet Beamten einen Teil ihrer Krankheitskosten: 50% für aktive Beamte ohne oder mit einem Kind, 70% mit zwei oder mehr Kindern und 70% für Pensionäre. Die restlichen Kosten werden über eine private Krankenversicherung (PKV) abgedeckt, die auf den jeweiligen Beihilfesatz abgestimmt sein muss.
Beihilfe in Berlin: Das Wichtigste auf einen Blick
Berlin war Vorreiter bei der pauschalen Beihilfe: Seit 2020 können Beamte hier wählen, ob sie die klassische individuelle Beihilfe mit PKV oder die pauschale Beihilfe mit GKV nutzen möchten. Das klingt nach mehr Freiheit – aber die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Laufbahn. In den meisten Fällen bleibt die PKV mit individueller Beihilfe die bessere Wahl.
Die Beihilfesätze in Berlin (BE) im Überblick: Aktive Beamte ohne/mit einem Kind erhalten 50% Beihilfe, mit zwei oder mehr Kindern 70%, und Pensionäre 70%. Für berücksichtigungsfähige Kinder gilt in der Regel ein Satz von 80%.
Besonderheit in Berlin: Das Land bietet die pauschale Beihilfe (Hamburger Modell) an. Beamte können damit zwischen der klassischen individuellen Beihilfe mit PKV und der pauschalen Beihilfe mit GKV wählen. Bei der pauschalen Beihilfe übernimmt der Dienstherr etwa 50% des GKV-Beitrags. Für die meisten Beamten ist die individuelle Beihilfe mit PKV dennoch die wirtschaftlich bessere Wahl.
Besonderheiten der Beihilfe in Berlin
- Pauschale Beihilfe (seit 2020): Beamte können zwischen individueller und pauschaler Beihilfe wählen
- Bei pauschaler Beihilfe: Arbeitgeber zahlt 50% des GKV-Beitrags
- Wahlleistungen stationär werden NICHT anerkannt
- Zahnersatz nur zu 60% beihilfefähig
- Berlin hat als erstes Bundesland die pauschale Beihilfe eingeführt
Zahnersatz wird in Berlin zu 60% von der Beihilfe übernommen. Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt – dein PKV-Tarif sollte eine gute Zahnleistung haben.
Wahlleistungen stationär (Chefarzt, Ein-/Zweibettzimmer): Werden in Berlin von der Beihilfe NICHT anerkannt. Wenn du diese Leistungen möchtest, muss dein PKV-Tarif sie vollständig abdecken.
PKV-Empfehlung für Beamte in Berlin
Die pauschale Beihilfe in Berlin klingt attraktiv, hat aber Haken: Der Arbeitgeberzuschuss in der GKV liegt bei maximal rund 400 Euro – deutlich weniger als der effektive Vorteil der individuellen Beihilfe. Zudem ist die Entscheidung in der Regel unwiderruflich. Wer einmal pauschale Beihilfe wählt, kommt nur schwer zurück zur individuellen Beihilfe.
Für Lehramtsreferendare in Berlin (Ausbildung an FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin, UdK Berlin) gilt: Das Referendariat dauert 18 Monate. In dieser Zeit erhältst du als Beamter auf Widerruf 50% Beihilfe. Eine PKV-Restkostenversicherung kostet dich als gesunder Referendar typischerweise 80 bis 150 Euro im Monat – deutlich weniger als die GKV.
Genauso wichtig wie die PKV ist die Dienstunfähigkeitsversicherung (DU). In den ersten fünf Dienstjahren hast du als Beamter auf Widerruf keinen Pensionsanspruch. Die DU-Versicherung schützt dich vor dem finanziellen Totalausfall bei gesundheitsbedingter Dienstunfähigkeit.
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Häufig gestellte Fragen zur Beihilfe in Berlin
Aktive Beamte erhalten 50% Beihilfe, mit zwei oder mehr Kindern 70%, Pensionäre 70%. Kinder erhalten in der Regel 80%. Diese Sätze bestimmen, welchen Anteil deiner Krankheitskosten der Dienstherr übernimmt.
Ja, Berlin bietet die pauschale Beihilfe (Hamburger Modell) an. Beamte können zwischen individueller Beihilfe mit PKV und pauschaler Beihilfe mit GKV wählen. Für die meisten Beamten ist die individuelle Beihilfe mit PKV wirtschaftlich vorteilhafter.
Nein, in Berlin werden stationäre Wahlleistungen nicht von der Beihilfe übernommen. Wenn du Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer wünschst, muss dein PKV-Tarif diese Kosten vollständig tragen.
Die Beihilfe in Berlin übernimmt 60% der beihilfefähigen Zahnersatzkosten (Material und Labor). Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt – achte bei der PKV-Tarifwahl auf eine gute Zahnleistung, um die Lücke zu schließen.
Für gesunde Referendare mit 50% Beihilfe liegt der PKV-Beitrag typischerweise zwischen 80 und 150 Euro monatlich. Der genaue Beitrag hängt vom Alter, Gesundheitszustand und gewählten Tarif ab. Das ist in der Regel deutlich günstiger als eine GKV-Mitgliedschaft.
Nein, Berlin erhebt keine Kostendämpfungspauschale. Der Beihilfesatz gilt ohne Abzüge – ein finanzieller Vorteil gegenüber Bundesländern mit Kostendämpfung.
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Über den Autor & das Team
Bernd Krause
Seit 2005 in der Finanzbranche, seit 2018 Geschäftsführer des 1983 gegründeten Fairsicherungsladens in Karlsruhe. Unter seiner Leitung ist das Unternehmen auf sieben Spezialisten gewachsen – mit dem Anspruch, nach dem Ärztehausprinzip zu arbeiten: Für jedes Thema ein eigener Experte. PKV, DU, BU, Altersvorsorge, Immobilienfinanzierung – kein Generalist, sondern der Spezialist, der täglich nichts anderes macht.
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