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Persönliches Beratungsgespräch anfragen →Welche Versicherungen brauche ich als Beamter?
Du fängst gerade an oder bist schon mitten drin – und stehst vor einem Stapel Vorschläge, die alle das Maximum verkaufen wollen. Die ehrliche Antwort: Die meisten Beamten brauchen drei Versicherungen, vier mit Familie. Welche davon für dich Priorität haben und was sie ungefähr kosten, klärt der Konfigurator unten in unter zwei Minuten – sortiert nach deinem aktuellen Status.
So funktioniert der Konfigurator: Drei Schritte – Status auswählen, Eckdaten eintragen, Starter-Plan erhalten. Du bekommst eine priorisierte Empfehlung mit Beitrags-Schätzwerten. Du musst nichts abschließen und keine E-Mail eintragen, um das Ergebnis zu sehen.
Warum die Standardlisten im Netz dir nicht weiterhelfen
Wer „welche Versicherungen brauche ich als Beamter“ googelt, landet meist auf einer von drei Seiten: Ein Versicherer, der seine eigenen Tarife empfiehlt. Ein Portal, das eine Liste mit fünf bis acht Versicherungen runterleiert. Oder ein Vergleichsrechner, der dich am Ende auf die Tarife schiebt, an denen er die höchste Provision verdient. Was dabei fehlt: die ehrliche Priorisierung nach deinem aktuellen Status.
Denn ein Lehramts-Referendar mit 1.700 € Anwärterbezügen braucht etwas anderes als eine Studienrätin mit zwei Kindern in A13. Eine Beamtin auf Probe nach zwei Dienstjahren steht anders da als eine Polizistin nach zwanzig Jahren Schichtdienst. Genau deshalb beginnt der Konfigurator oben mit deinem Status – und nicht mit einer Pauschalliste.
Hier unten erklären wir, warum der Konfigurator das empfiehlt, was er empfiehlt. Wenn du nur die Kurzversion willst, scrollst du nach oben und nutzt das Tool. Wenn du verstehen willst, wie wir bei der Auswahl denken, lies weiter.
Die fünf Versicherungen, die jeder Beamte kennen sollte
Nicht jede dieser fünf brauchst du sofort. Aber jede sollte dir zumindest einmal über den Weg gelaufen sein, damit du weißt, was du gerade nicht abgeschlossen hast – und ob das in deiner Situation okay ist.
Dienstunfähigkeitsversicherung
Wer dich für dienstunfähig erklärt, ist nicht dein Versicherer, sondern dein Dienstherr. Eine gute DU-Versicherung erkennt diese Entscheidung an und zahlt – ohne dass der Versicherer noch eigene Hürden aufbaut. Der Fachbegriff dafür ist die echte Dienstunfähigkeitsklausel. Drei Klausel-Varianten sind im Markt: echt, unvollständig, unecht. Nur die echte Klausel macht das, was du erwartest. Die unechte führt regelmäßig dazu, dass du dienstunfähig geschrieben wirst, dein Versicherer aber trotzdem nicht zahlt.
Private Krankenversicherung mit Beihilfe-Ergänzung
Dein Dienstherr zahlt einen Teil deiner Krankheitskosten direkt aus der Beihilfe – je nach Bundesland und Familienstand 50 bis 80 Prozent. Die PKV deckt nur den Rest. Das ist der strukturelle Grund, warum die PKV für Beamte fast immer günstiger ist als die GKV: In der gesetzlichen Kasse zahlst du den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberzuschuss, weil der Dienstherr keinen Zuschuss vorsieht. Bei rund 32 PKV-Anbietern und etwa 93 Tarifkombinationen für Beamte ist die richtige Wahl keine Fünf-Minuten-Sache. Mehr zur PKV für Beamte →
Private Haftpflicht – plus Diensthaftpflicht für bestimmte Berufe
Die private Haftpflicht ist die günstigste Pflichtversicherung im Sinne von „brauchst du wirklich“. Sie kostet 6 bis 12 € im Monat und springt ein, wenn du privat einen Schaden verursachst – vom umgeworfenen Espresso auf dem Tablet einer Bekannten bis zum Personenschaden mit dem Fahrrad. Für Lehrkräfte, Polizei, Justiz und Vollzug gibt es ergänzend die Diensthaftpflicht: Sie greift, wenn du im Dienst etwas beschädigst oder einen Schlüsselverlust verursachst, der ein ganzes Schließsystem kostet. Im Privaten greift sie nicht – beide ergänzen sich. Mehr zur Diensthaftpflicht →
Risikolebensversicherung – nur wenn jemand auf dein Einkommen angewiesen ist
Eine Risikoleben brauchst du dann, wenn dein Tod jemanden in eine finanzielle Schieflage bringen würde. Verheiratet ohne Kinder mit zwei Einkommen? In der Regel verzichtbar. Frischgebackener Vater mit Hausbau? Pflicht. Wer ein Darlehen für eine Immobilie aufgenommen hat, sollte die Restschuld separat absichern – die Bank fordert es oft sowieso. Eine Risikoleben für 250.000 € Versicherungssumme kostet einen 30-jährigen Beamten zwischen 12 und 25 € im Monat. Mehr zur Risikoleben →
Private Altersvorsorge – ETF, Rürup oder Rentenversicherung
Die Beamtenpension klingt nach lebenslanger Sorglosigkeit, ist es aber für die meisten nicht. Selbst bei voller Laufbahn (40 Dienstjahre) erreichst du maximal 71,75 % deines letzten Bruttogehalts. Jede unterbrochene Karriere, jedes Spätbeamtentum, jede Teilzeit lässt diese Quote weiter sinken. Wer mit 30 anfängt, kann mit überschaubaren Beträgen viel erreichen – wer mit 50 anfängt, muss deutlich mehr stemmen. Mehr zur Altersvorsorge für Beamte →
Was du als Beamter nicht zwingend brauchst: Eine separate Berufsunfähigkeitsversicherung ohne DU-Klausel – die zahlt im Beamtenfall meist nicht, weil dienstunfähig nicht automatisch berufsunfähig ist. Eine private Rentenversicherung, bei der die Kosten den Aufbau auffressen. Und eine Unfallversicherung als Allheilmittel – die zahlt nur bei Unfall, nicht bei Krankheit, und 90 % aller DU-Fälle gehen auf Krankheit zurück, nicht auf Unfälle.
Status entscheidet alles – warum dein Verbeamtungsgrad die Reihenfolge bestimmt
Die meisten Listen im Internet behandeln Beamte als eine homogene Gruppe. Das ist falsch. Zwischen einer Polizeianwärterin mit 1.300 € Bezügen im ersten Ausbildungsjahr und einem Studiendirektor mit A15 nach 25 Jahren liegen Welten – und entsprechend andere Prioritäten.
Phase 1 Anwärter und Referendare
Du bist Beamter auf Widerruf. Dein Status kann jederzeit beendet werden – ohne Ruhegehaltsanspruch, ohne langfristige Versorgung. Genau deshalb ist die DU-Versicherung in dieser Phase besonders wichtig: Wenn dich eine Erkrankung aus dem Vorbereitungsdienst wirft, hast du kein Versorgungssystem hinter dir. Gleichzeitig ist es die günstigste Phase deines Lebens, um beide großen Verträge (PKV und DU) abzuschließen. Viele Versicherer bieten in dieser Phase vereinfachte Einstiegsoptionen, die du später nicht mehr bekommst.
Praktischer Hinweis: An Universitäten, Studienseminaren und Polizeischulen halten regelmäßig Versicherungsvertreter Informationsveranstaltungen. Diese Vorträge sind faktisch Vertriebsveranstaltungen – mit Abschlussprämien zwischen 800 und 1.600 € pro PKV-Vertrag. Das macht das, was dort gesagt wird, nicht automatisch falsch. Aber es macht eine zweite Meinung sinnvoll.
Phase 2 Beamte auf Probe
Du hast den Vorbereitungsdienst geschafft – jetzt läuft die Probezeit. Je nach Bundesland und Beamtenlaufbahn dauert sie zwei bis fünf Jahre. Erst nach fünf vollen Dienstjahren entsteht ein Anspruch auf Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit. Vorher hast du im Fall der Fälle Anspruch auf Übergangsgeld – und das war's. Diese Lücke ist der härteste Grund, warum die DU-Versicherung in dieser Phase nicht warten sollte.
Falls du noch keine PKV abgeschlossen hast oder über einen Wechsel nachdenkst: Jetzt ist der späteste sinnvolle Zeitpunkt. Mit jedem Lebensjahr werden die Einstiegsbeiträge höher und neue Vorerkrankungen sammeln sich an, die später Zuschläge auslösen können.
Phase 3 Beamte auf Lebenszeit
Die Verbeamtung auf Lebenszeit ist die Phase, in der die meisten Beamten das Thema „Versicherungen“ für erledigt erklären. Das ist verständlich, aber riskant. Drei Themen, die in dieser Phase regelmäßig auf den Tisch kommen sollten: Tarifprüfung bestehender PKV-Verträge (Beiträge stabil? Leistungsversprechen noch zeitgemäß?), Pensionslücke bei Spätbeamtung oder Teilzeit, und Optimierung der Risiko-Lebensversicherung bei veränderter Familienstruktur.
Sonderfall Vollzugsdienst, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, JVA
Bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug greift häufig die spezielle Dienstunfähigkeit. Das bedeutet: Du wirst nicht erst dienstunfähig, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, sondern schon dann, wenn du den körperlichen Anforderungen deines konkreten Berufes nicht mehr genügst. Eine reguläre DU-Klausel reicht hier oft nicht – es braucht den Zusatz „spezielle Dienstunfähigkeit“, der genau diese Konstellation einschließt. Wer hier den falschen Tarif erwischt, hat im Ernstfall einen Vertrag, der für andere Berufsgruppen passt, aber nicht für ihn.
Hartes Faktum, das viele Anwärter unterschätzen: In den ersten fünf Dienstjahren bist du als Beamter auf Widerruf oder Probe bei Dienstunfähigkeit nicht abgesichert. Es gibt kein Ruhegehalt, kein Sozialhilfe-Auffangsystem mit Lebensstandard-Schutz. Ohne private DU-Versicherung stehst du im Krankheitsfall ohne laufendes Einkommen da – mit voller PKV-Beitragspflicht, denn die läuft weiter.
Was kostet die Grundabsicherung wirklich? Drei Beispielrechnungen
Beiträge in der DU- und PKV-Welt sind individuell – sie hängen von Alter, Gesundheitszustand, Tarif und Versicherer ab. Die folgenden Zahlen sind Markterfahrungswerte aus tausenden Beratungen, keine Garantien. Sie sollen dir nur einen Anker geben, mit welchen Größenordnungen du rechnen solltest.
| Lebenslage | Was du sicher brauchst | Realistischer Monatsbeitrag |
|---|---|---|
| Lehramts-Referendarin, 27, ledig, 1.700 € Bezüge | PKV-Ergänzung + DU + Haftpflicht | ca. 150 – 260 € |
| Polizei-Anwärter, 22, ledig, 1.300 € Bezüge | PKV-Ergänzung + DU mit spezieller DU-Klausel + Haftpflicht | ca. 150 – 280 € |
| Studienrätin, 35, verheiratet, 2 Kinder, A13 | PKV (Restkosten 30 %) + DU + Haftpflicht + Risikoleben | ca. 380 – 600 € |
Warum es keinen seriösen Online-Rechner gibt, der dir das exakt vorhersagt: Allein für Beamte existieren rund 93 PKV-Tarifkombinationen. Hinzu kommen bundesland-spezifische Beihilferegelungen, berufsspezifische Klauseln und Gesundheitsfragen, die nur ein Mensch sinnvoll bewerten kann. Wir nutzen lizenzierte Profi-Vergleichssoftware – aber ausschließlich im Beratungsgespräch, nicht als öffentlichen Rechner. Wer dir online drei Klicks und ein Ergebnis verspricht, lässt mindestens die Hälfte der Tarife weg.
Wer wir sind – und warum bei uns niemand an deinem Abschluss verdient
Beamtenberatung Plus – Der Fairsicherungsladen GmbH
Seit 1983 in Karlsruhe, seit 2014 auch online deutschlandweit, seit kurzem mit zweitem Standort in Landau in der Pfalz. Wir sind Versicherungsmakler – aber unsere Berater arbeiten alle auf Festgehalt. Das heißt: Die Firma erhält die marktübliche Courtage vom Versicherer (die in jedem Tarif eingepreist ist – mit oder ohne Makler). Aber kein einzelner Berater hat einen persönlichen Provisionsanreiz, dir Tarif A statt Tarif B zu empfehlen.
Das ist der einfachste Hebel, um Interessenkonflikte rauszunehmen – und der Grund, warum wir bei manchen Anfragen empfehlen, gar nichts abzuschließen oder einen bestehenden Vertrag zu behalten, statt etwas Neues zu verkaufen.
„Wir wollen verhindern, dass kluge Menschen finanziell dumme Entscheidungen treffen. Bei Versicherungen heißt das: keine Maximalpakete für Risiken, die statistisch fast nicht eintreten – aber lückenloser Schutz für die zwei oder drei Sachen, die wirklich existenzbedrohend sind."Bernd Krause · Geschäftsführer · Bankkaufmann (IHK), Fachwirt für Finanzberatung (Jahrgangsbester Hessen), B.A. Bank- und Versicherungswesen
So läuft eine Beratung bei uns ab
Damit du weißt, was dich erwartet, bevor du ein Erstgespräch anfragst – hier der Ablauf in der Praxis. Alles kostenlos und unverbindlich, egal ob am Ende ein Abschluss steht oder nicht.
Schritt 1 – Erstkontakt und Klärung deines Status
Du meldest dich per Kontaktformular oder Telefon. Wir vereinbaren ein erstes Gespräch (Telefon, Video oder vor Ort in Karlsruhe bzw. Landau) und klären, was du bereits hast, in welcher Phase deiner Laufbahn du bist und was dich gerade konkret beschäftigt. Dauer: 20 bis 40 Minuten. Du musst nichts vorbereiten – ein grober Überblick reicht.
Schritt 2 – Bestandsaufnahme und anonyme Risikovoranfrage
Wenn es um PKV oder DU geht, klären wir vorab anonym mit mehreren Versicherern, wie deine Konstellation einzuschätzen ist. Das ist wichtig: Wenn du direkt einen Antrag stellst und der Versicherer dich ablehnt, ist diese Ablehnung in der Brancheninformation hinterlegt. Bei einer anonymen Voranfrage passiert das nicht. Wir bekommen Rückmeldungen von typischerweise 5 bis 10 Anbietern und sortieren danach.
Schritt 3 – Tarifempfehlung mit konkretem Vergleich
Im zweiten Gespräch zeigen wir dir drei bis fünf konkrete Tarife mit Beiträgen, Leistungen und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Wir nutzen dafür lizenzierte Profi-Vergleichssoftware (Morgen & Morgen, KVprofi, Franke und Bornberg), die alle relevanten Tarife marktbreit abbildet. Du entscheidest – wir empfehlen.
Schritt 4 – Abschluss und laufende Betreuung
Wenn du einen Vertrag abschließt, übernehmen wir die Antragstellung, die Korrespondenz mit dem Versicherer und die spätere Betreuung. Bei Leistungsfällen, Tarifwechseln, Lebensereignissen (Heirat, Kind, Hauskauf) bist du nicht mehr allein. Über unsere TÜV-zertifizierte Simplr-App hast du alle Dokumente jederzeit verfügbar.
Lass uns deinen Starter-Plan persönlich durchgehen
Der Konfigurator oben gibt dir die Richtung. Was er nicht kann: die richtigen Tarife auswählen, mit deinen Gesundheitsangaben rechnen oder die Besonderheiten deines Bundeslandes berücksichtigen. Genau dafür gibt es das kostenlose Erstgespräch.
Häufige Fragen
Welche Versicherungen sind für Beamte gesetzlich vorgeschrieben?
Verpflichtend ist faktisch nur die Krankenversicherung – jeder muss krankenversichert sein, entweder in der GKV (freiwillig) oder in einer PKV mit Beihilfeergänzung. Daneben besteht in der PKV die Pflegepflichtversicherung (PVB), die automatisch im Tarif mitläuft.
Alle anderen Versicherungen sind freiwillig. Trotzdem zählen Dienstunfähigkeitsversicherung und Haftpflicht zu den Versicherungen, die dir kaum ein erfahrener Berater wegnehmen würde, weil ihre Kosten gegenüber den abgesicherten Risiken extrem niedrig sind.
Welche Versicherungen brauche ich als Beamtenanwärter oder Referendar?
Drei Versicherungen sind in dieser Phase Pflicht im Sinne von „dringend empfohlen“: Eine beihilfekonforme private Krankenversicherung (oder bewusst die GKV-Variante mit voller Eigenbeitragspflicht), eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel und eine private Haftpflicht. Für Lehrkräfte, Polizei und Justiz kommt die Diensthaftpflicht dazu.
Die Phase als Anwärter oder Referendar ist gleichzeitig die günstigste Phase deines Lebens für PKV und DU – wegen niedrigem Alter, in der Regel guter Gesundheit und besonderer Einstiegsoptionen vieler Versicherer.
Was kostet die Grundabsicherung für einen Dienstanfänger im Monat?
Realistische Spannen für einen Referendar oder Anwärter zwischen 22 und 30 Jahren: PKV-Ergänzung 90 bis 180 €, Dienstunfähigkeit 45 bis 70 €, private Haftpflicht 6 bis 12 €, ggf. Diensthaftpflicht 3 bis 8 €. In Summe also rund 150 bis 280 € pro Monat. Bei höherem Alter, Vorerkrankungen oder Familie verschieben sich diese Werte.
Der Konfigurator oben gibt dir eine individuelle Schätzung auf Basis deiner Eingaben.
Brauche ich als Beamter eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ohne Dienstunfähigkeitsklausel passt für Beamte meist nicht – sie zahlt erst, wenn du nach Versicherer-Maßstab berufsunfähig bist, was strenger ist als das, was dein Dienstherr unter Dienstunfähigkeit versteht. Du kannst also dienstunfähig sein, aber den BU-Versicherungsfall trotzdem nicht erreichen.
Die richtige Lösung für Beamte heißt formal: Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel. Umgangssprachlich wird sie meist „DU-Versicherung" oder „Dienstunfähigkeitsversicherung" genannt.
Was ist der Unterschied zwischen Diensthaftpflicht und privater Haftpflicht?
Die private Haftpflicht greift bei Schäden, die du im Privatleben verursachst – egal ob du dabei Beamter, Angestellter oder Selbstständiger bist. Die Diensthaftpflicht greift bei Schäden im Dienst, für die du als Beamter persönlich haftest und für die der Dienstherr keinen Schutz übernimmt. Typische Beispiele: Schlüsselverlust mit folgendem Austausch des Schließsystems, falsche Verwaltungsentscheidung mit finanziellem Schaden für Dritte, Aufsichtspflichtverletzung bei Lehrkräften.
Beide Versicherungen ergänzen sich – beide zusammen kosten in der Regel zwischen 8 und 20 € im Monat.
Welche Versicherung ist für Beamte am wichtigsten?
Wenn du nur eine einzige Versicherung haben könntest, wäre es die Dienstunfähigkeitsversicherung. Grund: Sie deckt das Risiko, das im Schadensfall die existenzbedrohendste finanzielle Lücke öffnet. Verlust der Arbeitskraft trifft jeden vierten Beamten im Laufe seines Berufslebens – statistisch häufiger als der vorzeitige Tod und finanziell oft härter, weil das Leben weitergeht und die Kosten bleiben.
Die PKV-Ergänzung ist die zweitwichtigste – aber sie ist in praktischer Hinsicht Pflicht, sobald du verbeamtet bist, weil ohne Krankenversicherung schlicht nichts geht.
Wann brauche ich eine Risikolebensversicherung?
Sobald jemand finanziell von dir abhängt, dessen Lebensstandard im Falle deines Todes deutlich einbrechen würde. Klassische Konstellationen: Partner ohne eigenes ausreichendes Einkommen, minderjährige Kinder, Immobilienkredit. Wer alleinstehend und kinderlos ist, braucht keine Risikoleben. Wer verheiratet, kinderlos und beidseitig gut verdient, in der Regel auch nicht.
Bei Immobilienkrediten gilt: Mindestens die Restschuld als Versicherungssumme. Bei jungen Familien meist drei bis fünf Jahresnettoeinkommen als Faustregel – die exakte Summe hängt von der konkreten Situation ab.
Was passiert mit der Krankenversicherung in der Pension?
Im Ruhestand steigt dein Beihilfesatz in den meisten Bundesländern auf 70 % – das heißt, du musst nur noch 30 % deiner Krankheitskosten privat absichern. Das macht die PKV im Alter oft günstiger, als viele befürchten. Vorausgesetzt, dein Tarif baut über die aktiven Jahre solide Altersrückstellungen auf. Genau hier liegt einer der wichtigsten Auswahlkriterien beim PKV-Abschluss: nicht der niedrigste Einstiegsbeitrag, sondern die langfristige Beitragsstabilität.
Die GKV bleibt im Beamten-Ruhestand teuer, weil der volle Beitrag aus Pension plus eventueller Zusatzeinkünfte gezahlt werden muss – ohne Arbeitgeberzuschuss, ohne Beihilfe.
Brauche ich als Polizist, Feuerwehrmann oder Vollzugsbeamter eine spezielle Versicherung?
Ja – bei der Dienstunfähigkeitsversicherung. Vollzugsbeamte können nicht nur „allgemein" dienstunfähig werden, sondern auch speziell dienstunfähig – das heißt: Sie genügen den besonderen körperlichen Anforderungen ihres Berufes nicht mehr (Schichtdienst, körperliche Belastbarkeit, Einsatzfähigkeit). Ein DU-Tarif ohne die Klausel „spezielle Dienstunfähigkeit" zahlt in diesem Fall meist nicht.
Bei der Tarifauswahl ist diese Klausel das wichtigste einzelne Kriterium – sie engt den Kreis sinnvoller Versicherer deutlich ein.
Warum gibt es bei euch keinen Online-Rechner für PKV oder DU?
Weil Online-Rechner für Beamte strukturell nicht funktionieren. Du müsstest auswählen können zwischen rund 32 PKV-Anbietern mit etwa 93 Tarifkombinationen für Beamte, die wiederum nach Bundesland, Beihilfesatz, Familienstand und Berufsgruppe variieren. Bei der DU kommen Gesundheitsfragen, Klausel-Varianten und Berufsrisikoklassen hinzu, die ein Algorithmus nicht zuverlässig bewerten kann.
Wir nutzen lizenzierte Profi-Vergleichssoftware (Morgen & Morgen, KVprofi, Franke und Bornberg) – aber ausschließlich in der Beratung, weil die Bewertung der Ergebnisse Erfahrung braucht. Wer dir online drei Klicks und ein Ergebnis verspricht, lässt mindestens die Hälfte der Tarife weg – meistens die guten.
Weiterführende Seiten
Kurz und ehrlich: Der Konfigurator oben gibt dir eine fundierte erste Richtung. Er ersetzt keine Beratung – er bereitet sie vor. Wenn du Genaues wissen willst (konkrete Beiträge, passende Tarife, anonyme Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen, Bundesland-Besonderheiten), buchst du dir ein kostenloses Erstgespräch.
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