Beihilfeergänzungstarif: Perfekte PKV für Beamte finden - Versicherungen und Finanzen für Beamte, Anwärter und Referendare

Beihilfeergänzungstarif: Perfekte PKV für Beamte finden

Die perfekte PKV für Beamte · auf Festgehalt · seit 1983

Beihilfeergänzungstarif: den richtigen Tarif für Beamte finden

Als Beamter brauchst du keine teure PKV-Vollversicherung – du brauchst einen Tarif, der exakt die Lücke schließt, die deine Beihilfe lässt. Und zwar auch die, von der dir beim Abschluss kaum jemand erzählt. Der Unterschied kann über die Jahre tausende Euro ausmachen. Wir zeigen dir, worauf es wirklich ankommt – mit echten Beiträgen im Vergleich.

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Viele Beamte machen am Anfang denselben teuren Fehler: Sie schließen eine normale PKV-Vollversicherung ab, obwohl sie als Beamte nur eine Ergänzung zur staatlichen Beihilfe brauchen. Das ist wie ein Hammer für eine Schraube – funktioniert irgendwie, ist aber völlig überdimensioniert und unnötig teuer.

Dazu kommt ein zweites Missverständnis, und das ist fast noch teurer. Wer „Beihilfeergänzungstarif" sagt, meint meistens zwei verschiedene Dinge. Erstens den beihilfekonformen Grundtarif (oft Restkostentarif genannt): eine speziell für Beamte gebaute private Krankenversicherung, die nur den Teil absichert, den die Beihilfe nicht trägt – meist 30 bis 50 Prozent. Zweitens den eigentlichen Beihilfeergänzungstarif: einen kleinen Zusatzbaustein, der dort einspringt, wo die Beihilfe ihren Satz gar nicht voll bezahlt.

In aller Regel brauchst du beides. Der Grundtarif ist das Fundament, der Ergänzungsbaustein das Stück, das den Regen draußen hält. Auf dieser Seite zeigen wir dir den Unterschied zur Vollversicherung, warum die Beihilfe selten so viel zahlt, wie du denkst, welche Varianten es gibt, was sie kosten – mit echten Beiträgen von 25 Tarifen – und wie du den Tarif findest, der wirklich zu dir passt.

Statt 100 % versicherst du nur die benötigten 30 bis 50 % – plus den kleinen Baustein, der die Kürzungen der Beihilfe auffängt.

Beihilfeergänzung oder normale PKV? Der entscheidende Unterschied

Die Verwirrung ist verständlich: Soll ich als Beamter eine „richtige" private Krankenversicherung abschließen oder reicht eine Ergänzung? Die Antwort ist eindeutig – als Beamter mit Beihilfeanspruch brauchst du einen beihilfekonformen Tarif. Eine Vollversicherung würde dich für etwas bezahlen lassen, das der Staat längst übernimmt.

Beihilfekonformer Tarif + Ergänzung

  • Deckt nur 30–50 %, passend zur Beihilfe
  • Deutlich günstiger
  • Speziell für Beamte entwickelt
  • Berücksichtigt die Beihilferegelungen
  • Passt sich an Satzänderungen an

Normale PKV-Vollversicherung

  • Deckt 100 % – für Beamte überdimensioniert
  • Deutlich teurer
  • Für Berufsgruppen ohne Beihilfe
  • Kennt die Beihilfe-Logik nicht
  • Keine Anpassung bei Satzänderung
Häufiger und teurer Fehler: Manche Beamte schließen aus Unwissen eine Vollversicherung ab, obwohl sie Anspruch auf Beihilfe haben. Das ist nicht nur unnötig teuer, sondern führt auch zu doppelten Abrechnungen. Wie hoch dein Beihilfeanteil ist, erklären wir hier: Beihilfesätze – was dir als Beamter zusteht.
Und dann gibt es noch den zweiten Fehler: Die Rechnung „50 % Beihilfe + 50 % PKV = 100 %" geht in der Praxis nicht auf. Warum das so ist, zeigen wir dir im nächsten Abschnitt. Genau dafür gibt es den Beihilfeergänzungstarif im engeren Sinn.

Warum die Beihilfe selten ihren vollen Satz zahlt

Die Beihilfe ist ein gutes System, keine Frage. Sie hat nur eine Eigenart, die kaum ein Referendar kennt, wenn er seinen ersten Antrag unterschreibt: Sie erstattet nicht die Rechnung, sondern die beihilfefähigen Aufwendungen. Und was beihilfefähig ist, steht in deiner Beihilfeverordnung – mit Höchstbeträgen, Deckeln, Listen und Ausschlüssen, die über die Jahre still und leise mehr geworden sind.

Die Beihilfe zahlt nicht, was auf der Rechnung steht. Sie zahlt, was in ihrer Verordnung steht.

In der Beratung sehen wir vier Bereiche, in denen das richtig ins Geld geht:

🦷 Zahnersatz

Material- und Laborkosten werden oft nur anteilig anerkannt. Bei Kronen, Brücken und Implantaten machen genau die den dicken Batzen aus. Tiefer rein geht unser Ratgeber Zahnersatz für Beamte.

💆 Heilmittel

Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie: Die Beihilfe arbeitet mit festen Höchstbeträgen je Behandlung. Rechnet der Therapeut mehr ab, bleibt die Differenz an dir hängen – Sitzung für Sitzung.

👓 Hilfsmittel & Sehhilfen

Hörgeräte, orthopädische Schuhe, Brillen: oft nur die „wirtschaftlichste Ausführung", teils mit Pauschalen oder abgeschlossenen Listen. Mehr dazu unter Sehhilfen für Beamte.

⚕️ Honorare über GOÄ/GOZ

Die Beihilfe erstattet ärztliche Leistungen nur bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung. Wer bei einer schwierigen Diagnose zum ausgewiesenen Spezialisten will, der per Honorarvereinbarung darüber abrechnet, zahlt die Differenz sonst selbst.

Dazu kommen Kuren und Reha, die oft nur im medizinisch notwendigen Umfang und mit Eigenanteilen laufen. Klingt alles nach Kleinkram? Einzeln ja. Zusammen wird aus „50 plus 50" schnell 85 oder 90 Prozent. Und die fehlenden zehn bis fünfzehn Prozent spürst du genau dann, wenn eine Rechnung vierstellig wird.

Lehrer in Baden-Württemberg, 50 % Beihilfe, Implantat-Versorgung für 4.200 €

Nehmen wir einen Studienrat, 38, der eine Implantat-Versorgung braucht. Gesamtrechnung 4.200 €, davon 1.800 € Material- und Laborkosten. Für das Beispiel nehmen wir an, dass seine Beihilfestelle die Material- und Laborkosten nur zu 60 % als beihilfefähig anerkennt. Seine Beihilfe erstattet dann 50 % von 3.480 € – also 1.740 € statt der erwarteten 2.100 €.

Implantat: 4.200 €ohne Ergänzungstarifmit passendem Ergänzungstarif
Beihilfe (50 %, gekürzt)1.740 €1.740 €
PKV-Grundtarif (50 %)2.100 €2.100 €
Beihilfeergänzungstarif–360 €
Dein Eigenanteil360 €0 €
360 € für ein Implantat – ärgerlich, aber verkraftbar. Der Punkt ist ein anderer: Mit 55 oder 65 stehen oft mehrere Implantate oder eine Prothese an, dann reden wir über vier- bis fünfstellige Eigenanteile. Und eine normale Zahnzusatzversicherung wie bei Kassenpatienten gibt es für dich als privat versicherten Beamten nicht. Der Weg führt über den Beihilfeergänzungstarif deines PKV-Versicherers. Vereinfachtes Beispiel; die tatsächliche Kürzung hängt von deiner Beihilfeverordnung ab.

Und im Alltag? Zwanzig Sitzungen Physiotherapie im Jahr sind bei Rücken, Knie oder Schulter nichts Exotisches. Rechnet deine Praxis 42 € je Sitzung ab und deckelt die Beihilfe den beihilfefähigen Betrag bei angenommenen 31 €, bekommst du 15,50 € statt 21 € Beihilfe. Deine PKV zahlt ihre 21 €. Bleiben 5,50 € pro Termin, also 110 € im Jahr – für nichts, außer dass du krank warst. Ein guter Ergänzungstarif übernimmt genau das.

Neu seit 1. Januar 2026 in Baden-Württemberg: Mit der BVO-Novelle hat das Land bei Zahnimplantaten Selbstbehalte eingeführt, dafür fällt die Grenze von zwei Implantaten je Kieferhälfte weg. Die Kostendämpfungspauschale bleibt bestehen. Ob und wie weit dein Ergänzungstarif solche Selbstbehalte auffängt, steht im jeweiligen Bedingungswerk – genau das prüfen wir für dich. Alle Details zu deinem Land: Beihilfe Baden-Württemberg.

Die drei Stufen deines Beamten-Tarifs: 50, 30 oder 20 %

Welchen Anteil du privat absicherst, hängt direkt von deinem Beihilfesatz ab – und der verändert sich über dein Leben. Diese Prozentzahl betrifft deinen Grundtarif. Der Ergänzungsbaustein läuft passend mit und wird meist ebenfalls je Bemessungssatz kalkuliert. Deshalb tragen manche Tarife die Zahl gleich im Namen, etwa BHEB50 oder ET50.

50 %

Standard-Ergänzung

  • Aktive Beamte mit 50 % Beihilfe
  • Deckt die restlichen 50 %
  • Umfassendster Schutz, höchste Flexibilität
  • Für Anwärter und aktive Beamte
30 %

Ruhestand-Ergänzung

  • Pensionäre mit 70 % Beihilfe
  • Deckt die restlichen 30 %
  • Spürbar günstiger
  • Altersgerechte Leistungen
20 %

Kinder-Ergänzung

  • Kinder mit 80 % Beihilfe
  • Nur 20 % privat zu decken
  • Vergleichsweise sehr günstig
  • Solange Kindergeldanspruch besteht
Wichtig zur Tarifwahl: Der richtige Tarif muss flexibel genug sein, sich an Änderungen deines Beihilfesatzes anzupassen. Beim Übergang in den Ruhestand steigt dein Satz oft von 50 % auf 70 % – dein Tarif sollte dann ohne neue Gesundheitsprüfung auf 30 % umstellen können. Wie du Partner und Kinder sauber einbindest, steht in PKV für Beamtenfamilien.

Nur Zahn oder das ganze Paket? Die Varianten des Ergänzungstarifs

Das ist der Punkt, der online fast nie erklärt wird und in unseren Beratungen regelmäßig für ein „Ach so!" sorgt: Viele Versicherer haben nicht einen, sondern zwei oder mehr Beihilfeergänzungstarife im Regal. Du entscheidest also nicht nur zwischen Gesellschaften, sondern auch innerhalb einer Gesellschaft.

Variante 1 · schlank

Nur Zahn (oder nur einzelne Bereiche)

Fängt die Kürzungen bei Material- und Laborkosten ab, teils auch bei Sehhilfen. Günstig, aber Heilmittel, Hilfsmittel, ambulante und stationäre Lücken bleiben offen.

Variante 2 · umfassend

Ambulant + stationär + Zahn

Schließt zusätzlich die Lücken bei Heil- und Hilfsmitteln, Kuren, Zuzahlungen und Honoraren über den GOÄ-Höchstsätzen. Für die meisten Beamten die sinnvollere Wahl.

Du erkennst die Aufteilung oft schon an den Kürzeln. Taucht ein Versicherer im Vergleich mit zwei Tarifen auf – etwa BE1 und BE2, BES und BEB oder EB1 und EB2 – ist das genau dieses Prinzip: ein kleiner und ein großer Baustein. Aufpassen musst du bei der Logik der Nummern. Bei der R+V zum Beispiel ist EB1 der stärkere Tarif und EB2 der schlankere. Bei anderen ist es umgekehrt. Manche Gesellschaften haben außerdem eigene stationäre Ergänzungen, bei der Signal Iduna etwa EXKLUSIV BES neben EXKLUSIV BE.

Ein Kürzel sagt dir, wie der Tarif heißt. Nicht, was er zahlt.

Welche Variante zu dir passt, hängt von deiner Beihilfeverordnung, deinem Alter und deinem Budget ab. Mit 26 und kerngesunden Zähnen ist die Versuchung groß, die schlanke Variante zu nehmen. Nur: Upgraden geht später meist nur mit neuer Gesundheitsprüfung. Wer jung einsteigt, bekommt den großen Baustein am günstigsten.

Welche Leistungen ein guter Tarif abdecken sollte

Grundtarif und Ergänzungsbaustein übernehmen zusammen genau die Kosten, die nach Abzug der Beihilfe übrig bleiben. Wenn deine Beihilfe 50 % erstattet, übernimmt der Grundtarif idealerweise die anderen 50 % und der Ergänzungsbaustein die Kürzungen – so entsteht ein lückenloser Schutz, ohne dass du doppelt versichert bist.

LeistungsbereichWorauf du achten solltest
Ambulante BehandlungFreie Arztwahl, auch bei Fachärzten und Privatärzten; Erstattung auch über GOÄ-Höchstsätze hinaus
Stationäre BehandlungWahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer, sofern gewünscht – als eigener Baustein
Zahnbehandlung & ZahnersatzMaterial- und Laborkosten inklusive der Beihilfekürzung, möglichst ohne dauerhafte Deckel
Arznei- & HeilmittelÜbernahme der Differenz zu den Beihilfe-Höchstbeträgen, auch bei Physiotherapie
HilfsmittelOffener Hilfsmittelkatalog; Sehhilfen und Hörgeräte mit ausreichendem Rahmen
HeilpraktikerJe nach Tarif mitversichert – Details in Heilpraktiker für Beamte
AuslandsschutzWeltweiter Schutz, idealerweise ohne enge Zeitbegrenzung
VorsorgeAuch Untersuchungen, die über das Standardmaß hinausgehen

Das spricht für einen Tarif

  • Leistet „inkl. des fehlenden Beihilfeanteils"
  • Zahnersatz ohne dauerhafte Summenbegrenzung
  • Honorare über GOÄ/GOZ-Höchstsätze
  • Offener Hilfsmittelkatalog
  • Umstellung bei Satzänderung ohne Gesundheitsprüfung

Hier wird es heikel

  • Enge jährliche Höchstgrenzen
  • Zahnstaffel, die über Jahre sehr niedrig bleibt
  • Lange Wartezeiten ohne Unfall-Ausnahme
  • Nur Zahn, obwohl mehr nötig wäre
  • Billig kalkuliert, später stark steigend

Wie viel von diesen Leistungen du wirklich brauchst, ist individuell. Wer viel reist, legt Wert auf Auslandsschutz; wer Familie plant, denkt früh an die Kinderabsicherung. Genau deshalb gibt es nicht den einen perfekten Tarif für alle – sondern den passenden für deine Situation.

Was der Beihilfeergänzungstarif ausdrücklich nicht leistet

Hier wird im Netz viel durcheinandergeworfen, also ganz klar: Der Ergänzungstarif ergänzt die Beihilfe. Er repariert keinen schwachen Grundtarif. Wenn dein PKV-Tarif grundlegende Leistungen nicht abdeckt, hilft dir kein Zusatzbaustein der Welt.

  • Lücken deines Grundtarifs: Was dein PKV-Tarif nicht leistet, füllt der Ergänzungstarif nicht auf.
  • Chefarzt & Ein- oder Zweibettzimmer: Das sind Wahlleistungen und laufen über einen eigenen stationären Baustein. Warum sie sich trotzdem lohnen können, liest du bei Chefarztbehandlung für Beamte und Einbettzimmer im Krankenhaus.
  • Kostendämpfungspauschale: Der jährliche Eigenbehalt, den einige Länder wie Baden-Württemberg abziehen, lässt sich darüber in aller Regel nicht versichern.
  • Kieferorthopädie für Erwachsene ohne schwere medizinische Indikation ist meist nicht beihilfefähig – und damit auch kein Fall für den Ergänzungstarif.
  • Behandlungen ohne ärztliche Verordnung, etwa eine Wellness-Massage, zahlt weder Beihilfe noch PKV noch Ergänzungstarif.

Diese Ehrlichkeit gehört dazu. Ein Baustein, der angeblich alles kann, ist entweder falsch verstanden oder falsch verkauft.

Lass uns deinen passenden Ergänzungstarif finden

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Die häufigsten Fehler bei Beihilfeergänzungstarifen

Bei der Auswahl und Nutzung von Beihilfeergänzungstarifen wiederholen sich immer wieder dieselben kostspieligen Fehler. Wenn du sie kennst, kannst du sie vermeiden – und das spart über die Jahre viel Geld und Ärger.

Normale PKV statt Beihilfeergänzung gewählt

Eine Vollversicherung abzuschließen, obwohl Beihilfeanspruch besteht, ist der teuerste und häufigste Fehler. Du zahlst dann Monat für Monat für Schutz, den der Staat längst übernimmt. Achte darauf, dass dein Tarif ausdrücklich beihilfekonform konzipiert ist.

Falscher Ergänzungsumfang gewählt

Wenn der Tarif nicht zum aktuellen oder künftigen Beihilfesatz passt, entstehen Lücken oder Doppelversicherungen. Der Umfang muss flexibel auf Satzänderungen reagieren können – etwa beim Wechsel von 50 % auf 70 % im Ruhestand.

Anbieter ohne Beamten-Erfahrung gewählt

Versicherer, die das Beihilfesystem nicht im Detail kennen, bieten oft suboptimale Lösungen mit komplizierter Abrechnung. Ein Anbieter mit echter Beamten-Erfahrung passt Tarif und Prozesse auf deine Situation an.

Nur auf den günstigsten Beitrag geschaut

Ein billiger Einstiegsbeitrag sagt nichts über die Beitragsentwicklung in 20 Jahren aus. Tarife mit dünnen Rückstellungen steigen später am stärksten. Gewichte Beitragsstabilität und Leistungsumfang höher als den Einstiegspreis.

Bundesland-Besonderheiten ignoriert

Jedes Bundesland hat eigene Beihilferegelungen mit unterschiedlichen Eigenbehalten und gedeckelten Leistungen. Ein Tarif, der diese Details nicht berücksichtigt, lässt Lücken offen, die im Ernstfall teuer werden.

Familienveränderungen nicht mitgedacht

Ehepartner und Kinder haben oft andere Beihilfesätze. Wer das bei der Tarifwahl nicht einplant, zahlt für die Familie unnötig viel. Eine flexible Familienlösung lohnt sich fast immer.

Den Ergänzungsbaustein im Antrag vergessen

Klingt banal, passiert ständig: Der Grundtarif wird abgeschlossen, der Ergänzungstarif fehlt – weil er im Online-Rechner nicht auftaucht oder der Vertreter ihn „später" nachreichen wollte. Nachträglich geht es oft nur mit neuer Gesundheitsprüfung. Und ein Ergänzungstarif lässt sich in der Regel nur bei der Gesellschaft abschließen, bei der auch dein Grundtarif läuft.

Ohne Beratung allein entschieden

Der Eigenversuch ohne fachkundige Begleitung kombiniert meist mehrere der Fehler oben. Unsere Berater arbeiten auf Festgehalt, niemand hat ein persönliches Interesse an deinem Abschluss – und du bewahrst dich vor Entscheidungen, die du jahrzehntelang trägst.

Wie sich Fehler 1 und 4 zusammen aufsummieren

Ein Beamter, 30 Jahre, wählt aus Bequemlichkeit die günstig wirkende Vollversicherung statt einer passenden Ergänzung. Auf den ersten Blick spart er beim Vergleich ein paar Euro. Tatsächlich zahlt er von Anfang an für 100 % Deckung, obwohl der Staat 50 % übernimmt – und der Tarif steigt über die Jahre stärker, weil zu dünn kalkuliert.

Über mehrere Jahrzehnte gerechnet summiert sich die Differenz zu einer mittleren fünfstelligen Summe – Geld, das mit der passenden Ergänzung von Anfang an im eigenen Geldbeutel geblieben wäre. Die genauen Beträge hängen von Anbieter, Gesundheitszustand und Tarif ab; deshalb rechnen wir sie individuell für dich durch, statt mit Pauschalversprechen zu werben.

Eine ausführliche Übersicht der teuersten Muster findest du in unserem Ratgeber Die 7 teuersten PKV-Fehler für Beamte. Und falls du eine Vorerkrankung hast und unsicher bist, ob ein guter Tarif überhaupt möglich ist: Auch das lässt sich klären, oft besser als gedacht – mehr dazu unter PKV für Beamte mit Vorerkrankungen.

Öffnungsaktion und Ergänzungstarif: die Warnung, die du vorher hören solltest

Die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer klingt nach dem Rettungsring für alle mit Vorgeschichte: Als Beamtenanfänger wirst du innerhalb der ersten sechs Monate nach deiner Verbeamtung aufgenommen, ohne Ablehnung, ohne Leistungsausschluss, mit einem Risikozuschlag von höchstens 30 %. Für manche ist das wirklich der richtige Weg. Für viele aber nur der bequemste.

💡 Der Haken, den dir kaum jemand vorher sagt

Über die Öffnungsaktion bekommst du in der Regel weder den Beihilfeergänzungstarif noch die Kur-Absicherung. Du zahlst also bis zu 30 % Zuschlag – und trägst die Beihilfe-Kürzungen trotzdem selbst. Ein Leben lang. Gerade im Alter, wenn Zahnersatz, Hörgeräte und Physio häufiger werden, wird das richtig teuer.

Wer stattdessen den regulären Weg gehen kann, landet oft bei einem Zuschlag knapp unter 30 % – bekommt dafür aber den vollen Baukasten inklusive Ergänzungstarif.

Ob der reguläre Weg für dich offensteht, weißt du nicht aus dem Bauch heraus. Dafür gibt es das wichtigste Werkzeug überhaupt: die anonyme Risikovoranfrage. Wir fragen bei mehreren Gesellschaften gleichzeitig an, ohne dass dein Name auftaucht. Eine Absage hat so keine Folgen. Was die Versicherer genau wissen wollen, erklären wir unter Gesundheitsfragen in der Beamten-PKV.

Die Öffnungsaktion ist ein Notausgang. Kein Haupteingang.

Dein Ergänzungstarif über dein ganzes Berufsleben

Ein Beihilfeergänzungstarif begleitet dich oft über Jahrzehnte. Deshalb lohnt es sich, heute schon an morgen zu denken und Flexibilität für die Zukunft einzubauen. So sieht der typische Verlauf aus:

Anwärter & Referendar

Beihilfesatz 50 %. Jetzt eine günstige 50-%-Lösung mit Ergänzungsbaustein wählen und den Grundstein für einen langfristig stabilen Tarif legen. Oft gibt es spezielle Anwärterkonditionen – mehr dazu unter PKV für Anwärter und Referendare.

Junger Beamter

Beihilfesatz 50 %. Ein vollwertiger Tarif mit Blick auf Beitragsstabilität und umfassende Leistungen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, weil Gesundheitsfragen meist unproblematisch sind.

Etablierter Beamter mit Familie

Beihilfesätze gemischt: du selbst 50 % (mit zwei Kindern je nach Dienstherr 70 %), Partner 70 %, Kinder 80 %. Hier zahlt sich eine durchdachte Familienlösung mit verschiedenen Ergänzungssätzen aus.

Kurz vor dem Ruhestand

Noch 50 %, bald 70 %. Wichtig ist ein Tarif, der ohne neue Gesundheitsprüfung auf die schlankere 30-%-Lösung umstellen kann.

Ruhestand

Beihilfesatz 70 %. Eine schlanke 30-%-Absicherung mit altersgerechten Leistungen. Warum die PKV im Alter kein Schreckgespenst sein muss, zeigt PKV-Kosten im Alter.

Der eigentliche Hebel: Nicht der Anbieter mit dem schönsten Prospekt, sondern der Tarif, der diese Sprünge von Anfang an mitmacht. Wer das früh einplant, spart sich teure Neukalkulationen und Gesundheitsprüfungen im Alter.

Beihilfe ist Ländersache – deshalb ist jeder Fall anders

Es gibt nicht „die" Beihilfe. Jedes Bundesland hat seine eigene Verordnung, dazu kommt der Bund. Macht 17 Regelwerke. Was in Bayern gilt, gilt in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen längst nicht genauso. Und alle paar Jahre wird daran geschraubt – Baden-Württemberg hat seine BVO gerade zum 1. Januar 2026 umgebaut.

Wie die Beihilfe grundsätzlich funktioniert, erkläre ich dir in zwei Minuten im Video:

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More Information

▶ „Was ist die Beihilfe zur privaten Krankenversicherung bei Beamten?" – aus unserem YouTube-Kanal mit über 200 Videos.

Zwei Beispiele aus unserem Alltag: In Baden-Württemberg sollte die Beihilfe eigentlich 50 % einer Rechnung übernehmen, tut das wegen diverser Deckel und der Kostendämpfungspauschale aber oft nicht. Bei einem Beamten in Bayern empfehlen wir dagegen häufig ein kleines Krankenhaustagegeld von rund 35 €, das in Baden-Württemberg schlicht nicht nötig ist. Solche Details entscheiden über deinen Tarif – nicht der Testsieger-Stempel.

Deshalb gilt: Grundtarif und Ergänzungstarif richten sich nach deiner Beihilfeverordnung, nicht umgekehrt. Die Besonderheiten deines Landes findest du hier: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen – und für Bundesbeamte unter Bundesbeihilfe. Den Vergleich aller Länder liefert Beihilfe und ihre Unterschiede.

Was kostet ein Beihilfeergänzungstarif?

Gemessen an dem, was er absichert: erstaunlich wenig. Für einen umfassenden Ergänzungstarif liegst du als junger Beamter grob zwischen 4 und 40 € im Monat – je nach Versicherer, Bundesland, Eintrittsalter und ob du noch Anwärter bist. Eine reine Zahn-Variante ist günstiger, deckt dafür eben nur die Zähne ab.

Damit du ein Gefühl für die Spanne bekommst, hier zwei echte Beitragsvergleiche aus unserer Beratungspraxis. Lies sie bitte richtig: Das ist ein reiner Preisvergleich, die Leistungen sind darin nicht bewertet. Und genau das ist der Punkt. Ein Tarif für 4 €, der beim Zahnersatz dauerhaft deckelt, kann dich am Ende deutlich mehr kosten als einer für 20 €.

Beispiel 1: Bundesbeamter, Jahrgang 1998, 50 % Bemessungssatz

VersichererTarifBeitrag / Monat
Signal IdunaEXKLUSIV-B3,92 €
InterBKZ U4,47 €
HallescheBEb.505,71 €
Münchener Verein7256,32 €
NürnbergerBE6,71 €
DBVBN VisB-U7,49 €
HUK-CoburgBE29,23 €
LKHET509,30 €
Alte OldenburgerBET Plus9,32 €
HanseMerkurBES10,38 €
DebekaBC11,07 €
ARAGBHEB5011,18 €
DKVBX12,59 €
SDKB13,47 €
DBVBN B-U15,86 €
BarmeniaGEP18,67 €
HanseMerkurBEB19,62 €
uniVersauni-BZ plus20,52 €
R+VEB122,56 €
Bayerische BeamtenkrankenkasseBErgänzung+22,75 €
UnionBErgänzung+22,75 €
ottonovaB21FC10023,83 €
ConcordiaBVE / BV Plus24,76 €
LVMEB133,62 €
AllianzBHEB38,85 €

Reiner Beitragsvergleich, Leistungen nicht bewertet. Bundesbeamter, Jahrgang 1998, Bemessungssatz 50 %, ohne Vorerkrankungen. Berechnet mit der PKV-Vergleichssoftware der PSP Software GmbH, Stand 21.04.2026, Versicherungsbeginn 01.06.2026. Keine Tarifzusage, kein Angebot.

Beispiel 2: Landesbeamter Baden-Württemberg, 32 Jahre, 50 % Beihilfe

Hier siehst du die Varianten aus dem Abschnitt oben in freier Wildbahn: Wo zwei Tarife oder zwei Beträge stehen, ist das die Aufteilung in einen kleineren und einen umfassenderen Baustein.

VersichererTarifBeitrag / Monat
ContinentaleEB-BU2,52 €
HUK-CoburgBE1 & BE28,34–10,76 €
DBVBN VisB-U8,75 €
Alte OldenburgerBET Plus11,12 €
ConcordiaBVE & BV Plus14,28 € + 13,60 €
DKVBX16,44 €
ARAGBHEB5018,27 €
Signal IdunaBE & BE+19,39 € + 6,51 €
BarmeniaGEP21,08 €
DebekaBC21,19 €
R+VEB129,70 €

Reiner Beitragsvergleich, Leistungen nicht bewertet. Beamter aus Baden-Württemberg, 32 Jahre, 50 % Beihilfe, Stand Januar 2025. Beträge dienen der Orientierung, kein Angebot.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Derselbe Versicherer steht in beiden Tabellen mit anderen Beträgen. Das liegt an Alter, Bundesland und Stichtag – dein Beitrag ist so individuell wie dein Fingerabdruck. Zweitens, und das ist wichtiger: Der Preis sagt nichts über die Leistung. Deshalb vergleichen wir nicht Beiträge, sondern Bedingungen. Einen Überblick über die Gesamtkosten liefern PKV-Kosten für Beamte und unser PKV-Vergleich für Beamte.

Wichtig, bevor du dich für eine PKV entscheidest: Den Ergänzungstarif bekommst du in aller Regel nur bei der Gesellschaft, bei der auch dein Grundtarif läuft. Einfach bei einem anderen Anbieter dazukaufen geht nicht. Schau dir also den Ergänzungstarif vor der Wahl deiner PKV an – nicht erst danach.

So findest du den passenden Beihilfeergänzungstarif

Du musst die 32 Anbieter nicht selbst durcharbeiten – das übernehmen wir. Du bringst deine Situation mit, wir liefern die Analyse und eine überschaubare, begründete Auswahl.

1

Bedarfsanalyse

Wir klären deinen aktuellen und künftigen Beihilfesatz, dein Bundesland mit seinen Besonderheiten, deine Familienplanung und die Leistungen, die dir wichtig sind.

2

Anbieter-Vorauswahl & anonyme Voranfrage

Wir filtern die Anbieter mit echter Beamten-Erfahrung und stabiler Beitragsentwicklung und sichern über die anonyme Risikovoranfrage faire Konditionen – ohne dass eine Ablehnung in deiner Akte landet.

3

Detailvergleich

Wir prüfen die exakte Abgrenzung zur Beihilfe, welche Ergänzungsvariante zu dir passt, die langfristige Kostenprognose und die Flexibilität bei Satzänderungen – nicht nur den aktuellen Beitrag.

4

Abschluss & lebenslange Betreuung

Wir begleiten die Gesundheitsfragen sorgfältig, organisieren einen sauberen Übergang und bleiben dein Ansprechpartner – mit Check alle paar Jahre, ob dein Tarif noch passt.

Warum nicht einfach online vergleichen? Weil öffentliche Rechner die über 90 Tarifvarianten für Beamte – abhängig von Bundesland, Status und Familie – nicht vollständig abbilden, und die Ergänzungsbausteine oft gar nicht. Genau hier scheitern die meisten Selbstversuche. Mehr dazu: Warum PKV-Rechner für Beamte versagen. Du hast schon selbst vorsortiert? Dann nutz unseren PKV-Wegweiser für Beamte als Double-Check.
Team der Beamtenberatung Plus Karlsruhe – Beihilfeergänzungstarif für Beamte

Wer wir sind

„Wir sorgen dafür, dass kluge Menschen keine dummen Versicherungen abschließen — sondern endlich Ruhe haben."

Wir sind die Beamtenberatung Plus aus Karlsruhe – seit 1983 spezialisiert auf Beamte, Referendare und Anwärter. Alle Berater arbeiten auf Festgehalt: Niemand verdient an deinem Abschluss persönlich. Wir kennen die Beihilferegelungen aller Bundesländer und wissen, welcher Anbieter zu welcher Situation passt. Persönlich in Karlsruhe oder bequem online – seit 2014.

#besserberaten
Bernd Krause, Geschäftsführer Beamtenberatung Plus

Über den Autor

Ich bin Bernd Krause, Geschäftsführer der Beamtenberatung Plus. Ich habe den Betrieb 2018 von meinem Vater übernommen, der ihn 1983 gegründet hat. Beim Beihilfeergänzungstarif sehe ich immer wieder, wie viel an Details hängt, die in keiner Tabelle stehen – und wie oft der Ergänzungsbaustein im ersten Antrag schlicht fehlt.

Mein Wissen teile ich in meinem Buch „Der Finanzplaner für Akademiker", in über 200 YouTube-Videos und in Webinaren. Diese Ehrlichkeit ist für mich #besserberaten.

Geschäftsführer seit 2018 Autor & YouTuber Focus Top 300

Was Beamte über uns sagen

832+ Bewertungen · 4,89 / 5 Sterne · 100 % Empfehlungsquote

★★★★★
Jahre mit einem unpassenden Tarif – nach der Beratung hatte ich endlich eine echte Beihilfeergänzung. Deutlich günstiger bei besseren Leistungen.
Oberregierungsrataus Bayern
★★★★★
Nach der Verbeamtung war ich überfordert mit PKV und Beihilfe. In einem Termin habe ich mehr verstanden als nach Monaten eigener Recherche.
Finanzbeamteraus NRW
★★★★★
Mir wurde transparent erklärt, warum welcher Ergänzungssatz für mich und meine Kinder passt. Kein Verkaufsdruck, nur ehrliche Beratung.
Lehrerinaus Baden-Württemberg

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Finde deinen passenden Beihilfeergänzungstarif

Schick uns kurz deine Eckdaten – Beihilfesatz, Bundesland, Familiensituation, und ob du schon eine PKV hast. Wir prüfen, welcher Tarif zu dir passt und ob dein Ergänzungsbaustein fehlt, und melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

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Kurzes Kontaktformular

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Häufige Fragen zum Beihilfeergänzungstarif

Was ist ein Beihilfeergänzungstarif?
Im engeren Sinn ist der Beihilfeergänzungstarif ein Zusatzbaustein zu deiner beihilfekonformen PKV. Er übernimmt die Kosten, die entstehen, weil die Beihilfe bestimmte Leistungen kürzt oder deckelt – etwa bei Zahnersatz, Heil- und Hilfsmitteln oder Honoraren über den GOÄ-Höchstsätzen. Umgangssprachlich wird der Begriff oft auch für den beihilfekonformen Grundtarif verwendet, der die restlichen 30 bis 50 Prozent absichert. In aller Regel brauchst du beides.
Brauche ich als Beamter eine normale PKV oder eine Ergänzung?
Als Beamter mit Beihilfeanspruch brauchst du einen beihilfekonformen Tarif plus Ergänzungsbaustein, nicht die Vollversicherung. Die Vollversicherung würde dich für Leistungen bezahlen lassen, die der Staat über die Beihilfe längst übernimmt – das ist unnötig teuer.
Wie viel Prozent muss ich privat absichern?
Das hängt von deinem Beihilfesatz ab. Aktive Beamte haben meist 50 % Beihilfe und sichern die anderen 50 % ab. Pensionäre kommen oft auf 70 % Beihilfe und brauchen nur eine 30-%-Absicherung. Kinder sind mit 80 % Beihilfe besonders günstig zu versichern.
Warum heißt der Tarif bei jedem Versicherer anders?
„Beihilfeergänzungstarif" ist der Oberbegriff. Jeder Versicherer vergibt eigene Kürzel, etwa BHEB, GEP, BC, BET, EB1 oder BE. Das Prinzip ist dasselbe, der Leistungsumfang aber sehr unterschiedlich. Achtung: Auch die Nummerierung folgt keiner Logik – bei der R+V ist EB1 der stärkere Tarif, bei anderen Gesellschaften ist die höhere Zahl der größere Baustein.
Es gibt zwei Ergänzungstarife – welchen brauche ich?
Viele Versicherer bieten eine schlanke Variante (oft nur Zahn) und eine umfassende Variante für ambulant, stationär und Zahn an. Die schlanke ist günstiger, lässt aber Lücken bei Heil- und Hilfsmitteln, Kuren und Honoraren offen. Für die meisten Beamten ist die umfassende Variante sinnvoller, zumal ein späteres Upgrade meist eine neue Gesundheitsprüfung erfordert.
Was kostet ein Beihilfeergänzungstarif?
In unseren Vergleichen für junge Beamte mit 50 % Bemessungssatz lagen die Beiträge 2026 zwischen rund 4 und knapp 40 € im Monat – je nach Versicherer, Bundesland, Alter und Anwärterstatus. Entscheidend ist der Leistungsumfang, nicht der niedrigste Preis: Ein billiger Tarif, der beim Zahnersatz dauerhaft deckelt, kann am Ende teurer werden.
Kann ich den Ergänzungstarif bei einem anderen Versicherer abschließen?
In aller Regel nicht. Der Ergänzungstarif ist an den Grundtarif derselben Gesellschaft gekoppelt. Deshalb solltest du die Ergänzungstarife schon vor der PKV-Wahl vergleichen – nicht erst danach.
Deckt der Ergänzungstarif Chefarzt und Zweibettzimmer ab?
Nein. Chefarztbehandlung sowie Ein- oder Zweibettzimmer sind Wahlleistungen und laufen über einen eigenen stationären Baustein, nicht über den Beihilfeergänzungstarif.
Bekomme ich den Ergänzungstarif über die Öffnungsaktion?
In der Regel nicht. Über die Öffnungsaktion bekommst du meist weder den Beihilfeergänzungstarif noch die Kur-Absicherung. Du zahlst bis zu 30 % Zuschlag und trägst die Beihilfe-Kürzungen trotzdem selbst. Ob der reguläre Weg mit vollem Baukasten für dich offensteht, klären wir vorab über eine anonyme Risikovoranfrage.
Kann ich den Tarif nachträglich abschließen?
Grundsätzlich ja, meist aber mit erneuter Gesundheitsprüfung. Am einfachsten ist der Einstieg direkt zusammen mit der PKV. Wurde der Baustein beim ersten Antrag vergessen, lässt er sich oft über eine Zusatzerklärung nachtragen – sprich uns an, wir prüfen das.
Passt sich der Tarif an, wenn ich in Pension gehe?
Ein guter Tarif kann das. Beim Übergang in den Ruhestand steigt dein Beihilfesatz oft von 50 % auf 70 %, und der Tarif sollte dann ohne neue Gesundheitsprüfung auf die schlankere 30-%-Absicherung umstellen. Worauf dabei zu achten ist, klären wir in der Beratung.
Wie läuft die Abrechnung ab?
Du reichst deine Rechnung bei der Beihilfestelle und bei deiner PKV ein. Die Beihilfe erstattet ihren Anteil, der Grundtarif seinen, und der Ergänzungstarif übernimmt die Differenz, die durch Kürzungen der Beihilfe entsteht. Viele Anbieter bieten dafür inzwischen digitale, vereinfachte Verfahren per App an.
Warum sollte ich nicht einfach online abschließen?
Weil öffentliche Rechner die über 90 für Beamte relevanten Tarifvarianten nicht vollständig abbilden, die Ergänzungsbausteine oft fehlen und Bundesland-Besonderheiten unter den Tisch fallen. Wer online den vermeintlich günstigsten Tarif wählt, entdeckt Lücken meist erst im Leistungsfall.
Was kostet eure Beratung?
Unsere Berater arbeiten auf Festgehalt und haben kein persönliches Provisionsinteresse. Dein Beitrag ist derselbe wie beim Direktabschluss. Wir vergleichen ungebunden 32 Anbieter und empfehlen, was zu dir passt. Frag uns einfach unverbindlich an – per Formular oder telefonisch unter 0721 358 369.

Deine Beihilfe hat Lücken. Schließen wir sie, bevor die Rechnung kommt.

Du kennst jetzt den Unterschied zur Vollversicherung, die Varianten, die Kosten und die häufigsten Fehler. Der nächste Schritt ist, den Tarif zu finden, der zu deiner Beihilfeverordnung passt. Lass es uns gemeinsam durchgehen – ehrlich, gründlich, auf Festgehalt.

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